Wie wirft man eine Fliege aus?
Es gibt viele verschiedene Herangehensweisen an das Fliegenfischen. Viele Anfänger sind skeptisch gegenüber Wurftechniken und haben das Fliegenfischen bereits als etwas für sich abgeschrieben.
Aber wie alles andere kann man auch das Fliegenfischen lernen, es erfordert nur Geduld und Übung.
Der traditionelle Wurf beim Fliegenfischen ist der Überhandwurf. Dieser Wurf erfordert viel Platz hinter dem Körper, da die Schnur zunächst nach hinten geworfen wird, bevor man sie nach vorne in Richtung der Stelle wirft, die man mit der Fliege bewerfen möchte.
Grundsätzlich sollten Sie beim Werfen Ihr Handgelenk steif halten. Beginnen Sie, indem Sie die Rute langsam nach oben und zurück in eine Position etwa 10:30 Uhr schwingen. Anschließend schwingen Sie die Rute etwas schneller weiter zurück, sodass die gesamte Schnur nach oben kommt und hinter Ihnen herfliegt.
Wenn die Schnur vollständig hinter Ihnen ist, schwingen Sie sie in einer gleichmäßigen Bewegung nach vorn. Diese gleichmäßige Bewegung ist wichtig, um Knoten in der Schnur zu vermeiden und zu verhindern, dass die Schnur in Ihren Hals gerät.
Der weniger bekannte Wurf beim Fliegenfischen ist der Unterhandwurf. Er kommt oft zum Einsatz, wenn für einen Rückwurf wenig Platz ist. Dabei schwingt man die Rute in einem Bogen zur Seite, je nachdem, ob man Links- oder Rechtshänder ist, bis etwa auf 10 Uhr. Sobald die Rute hinter einem ist, hebt man den Ellbogen und schwingt ihn pendelartig nach vorn. Dadurch entfaltet sich die Schnur und bewegt sich in Richtung des Zielfisches. Ziel dieses Wurfs ist es, einen Bogen zu erzeugen, ohne viel Platz hinter sich zu beanspruchen.
Wenn du zum ersten Mal eine Fliege auswirfst und sie perfekt im Wasser präsentierst, ist die Freude grenzenlos. Als Anfänger im Fliegenfischen braucht es Zeit, den Wurf zu perfektionieren. Deshalb kann es vorkommen, dass du an manchen Angeltagen nichts fängst. Doch genau darum geht es: die besondere Dimension des Fliegenfischens zu entdecken. Diese Angelausflüge dienen dazu, deine Technik und den so wichtigen Wurf zu verbessern. Denn wenn du erst einmal den Adrenalinrausch spürst, wenn sich die Schnur entfaltet und die Fliege perfekt auf der Oberfläche liegt, genau wie du es dir gewünscht hast, dann hat sich jede Stunde gelohnt, und du wirst das Fliegenfischen nie wieder aufgeben wollen.